Das Fazit vorweg: Ich schaffe bisher keinen Muscle up!

Muscle up? Wovon rede ich hier eigentlich? – Das hier will ich hinbekommen:
(Wie immer aus dem Youtubechannel „Crossfit„)

Das ist ein so genannter „Kipping Muscle up“, also unter Zuhilfenahme von Schwung, bzw. Momentum.
Einen „Strict Muscle up“ -die Ausführung, ganz ohne Schwung, mit reiner Kraft, lasse ich bis auf Weiteres außen vor, denn das ist logischerweise noch eine Ecke schwerer.

Wenn man „muscle up“ googled, wird man erschlagen von Tipps und Anleitungen…. Das können andere auch besser als ich. Mir gehts hier darum, meinen Weg tagebuchartig zu beschreiben. Gelesen hab ich mittlerweile verdammt viel darüber, aber das alleine nützt noch nix…

Calisthenics: Mit diesen Übungen lernen Sie gezielt den Muscle-Up

Muscle-Up lernen: Tipps und Trainingsplan

Muscle Up lernen | Das musst du wissen

Wie du den Muscle Up lernst und auf was du dabei unbedingt achten solltest!

 

Zu meinem 50ten Geburtstag im kommenden Januar werde ich mich auf jeden Fall selber mit dem Resultat beschenken, das hab ich mir gewünscht  🙂

Wie soll das gehen?

In meinem privaten Umfeld gelte ich als Fit. Ich schaffe mittlerweile recht locker 15-20 Klimmzüge, oder auch mal 80 Liegestütze am Stück. Von einem sauber ausgeführten Kipping Muscle up bin ich allerdings nach wie vor weit entfernt!

Ich habe zu diesem Zeitpunkt auch kein selbstgedrehtes Youtube-Video parat, oder einen „So schafft Ihr das auch“ Super Ratschlag. Ein Muscle up ist schwerer als er im Internet aussieht und je lässiger jemand bei Youtube einen solchen Muscle up bewerkstelligt, desto mehr Arbeit und letztendlich Kraft steckt dahinter.

Es gibt nahezu unendlich viele Videos zu dem Thema. Und konsequenter Weise gibt es dementsprechend auch nahezu unendlich viele schlechte Videos. Die gute Nachricht ist, es gibt auch viel GUTE, nur wer sagt einem Welche nun gut oder schlecht sind?
Nach meiner Erfahrung, sind die Videos, in denen muskulöse, halbnackte, Wundermenschen minutenlang mit freiem Oberkörper erklären, was sie danach zeigen werden, eher nicht so dolle (Es gibt natürlich Ausnahmen)
Bessere Tipps erhält man meist von der Fraktion, die sich einigermaßen anständig bekleidet, auch die Zeit nimmt, auf die Grundlagen und die Schwierigkeiten einzugehen.

So habe ich beispielsweise folgende Videos als sehr Hilfreich empfunden, um überhaupt zu verstehen, was alles notwendig ist und im Zusammenspiel funktionieren muss, um irgendwann am Ziel anzukommen:

Sehr gutes Video mit vielen Grundübungen, die es zu erlernen gilt. Gut aufgebaut und gut erklärt:

Auch, wenn der folgende Kollege genau einer von der halbnackten Fraktion ist, hat er mir in seinem Video ab Minute 2:00 doch die Augen geöffnet. DAS ist wirklich einleuchtend und bisher ein Punkt gewesen, den ich so noch nicht verinnerlicht hatte:

 

Transition ist ’ne bitch – Kraft oder Technik?

Wir halten also fest:

  1. Ein Muscle up ist ein Klimmzug, der in den Stütz übergeht.
  2. Wenn man 10-15 Klimmzüge schafft und 10-15 Straight bar dips (Stütze an der geraden Stange), ist das zwar eine gesunde Basis, aber:
  3. Das Problem ist der Übergang, also die Transition zwischen dem Klimmzug und dem Stütz.

Ein normaler Klimmzug gilt als sauber ausgeführt, wenn ich das Kinn über die Stange bekomme.
Einen saubereren dip habe ich absolviert, wenn ich mich bis zum unteren Brustansatz ablassen kann und gut wieder hochkomme.
Der Bereich zwischen Kinn und unterem Brustansatz ist also unsere „Problemzone“ – die Transition.

Auch dazu gibt es mehr Infos als man in seinem Leben anschauen/lesen kann, die Quintessenz ist allerdings zwangsläufig bei Allen die selbe:

  1. Ich muss mit dem Klimmzug höher kommen, als nur bis zum Kinn
  2. Ich muss mit den dips tiefer kommen, als nur bis zum unteren Brustansatz, ohne gleich durchzusacken.

das kann ich mit reiner Kraft erreichen, oder eben etwas leichter, mit dem Einsatz von Momentum und da sind wir wieder bei den Kippings.
Und genau da greift dann (wieder mal) mein oft zitiertes und immer wieder wahres „Pareto Prinzip“, die 80/20 Regel, die nichts anderes bedeutet, als das in (fast) allen Lebenslagen mit 20% des Gesamtaufwands bereits 80% des Ergebnisses erreicht werden können. Um die letzten 20% des Ergebnisses zu erreichen, muss man nochmals 80% Aufwand reinstecken.
Am beispielhaftesten ist da immer das Samstagliche Staubsaugen zu nennen. Wenn ich zu Hause sauge, ist das für mich sauber. Wenn ich von meiner Frau hören möchte „Boah, da hast Du aber wirklich mal toll gesaugt“ (Also NIE), müsste ich 5x so viel Zeit investieren.

Fakt ist, diese verdammten 20%, die mir noch zum Muscle up fehlen, werden mich noch Nerven kosten… Immer wieder habe ich das Gefühl kurz davor zu sein. Eigentlich habe ich die basics drauf, aber ich komme ums Verrecken noch nicht da oben rauf.

Wer mehr über mein Grundlagentraining erfahren will, kann sich das hier mal durchlesen:

Bestform durch Freeletics/Calisthenics/Crossfit mit 5×30 Minuten

Hier geht’s zu Teil 2 :

Finales Ziel: Muscle Up – Teil 2 – Im Farmers Walk zum Ziel

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Ein Kommentar auf “Finales Ziel: Muscle Up – Teil 1 – Die Bestandsaufnahme

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