Famers Walk – Keine große Erklärung notwendig

Der Farmers Walk – Man nimmt sich in jede Hand ein Gewicht, dass man noch so einigermaßen gut vom Boden bekommt und dann geht man damit los… Thats it.
Das ist genau so unspektakulär, wie es sich anhört, aber (m)eine Trainerin im Fitness Studio hat mir das als „Todsicheres Ding“ verkauft, um endlich ans Ziel zu gelangen und den „Muscle Up“ zu meistern.

Nach wie vor habe ich die Grundlagen dafür drauf (15 Klimmzüge im Ristgriff, 15 Straight Bar Dips) und nach wie vor bekomme ich die beiden Grundübungen nicht verbunden.

„Griffkraft“ ist das Stichwort!
Mit dem „Farmers Walk“ steigert man hauptsächlich die Griffkraft. Sowohl die Finger, als auch die Unterarme erhalten einen enormen Impuls, wenn man das pusht. Nachdem man diese Übung zwei- bis dreimal pro Woche mit eingebaut hat über einen Zeitraum, ist man ein ganzes Level weiter…. sagt meine Trainerin.

Also hat sie mir Folgendes über sechs Wochen auferlegt:

„Wähle ein Gewicht, dass du mit Mühe und Not vier mal eine Minute durch die Gegend tragen kannst. Sobald Du mit dem gewählten Gewicht die vierte Minute wirklich bis zum Ende durchhältst, steigere das Gewicht und das Spiel geht wieder von vorne los“

Angefangen habe ich mit 24Kg Kettle Bells. Der allererste Versuch war bereits nach dem eigentlichen Training (mit entsprechend lahmen Armen) und da habe ich nur noch zwei Durchgänge probiert, wobei der zweite schon nicht mehr über die vollen 60 Sekunden ging…

Zwei Tage später mit frischen Armen, sah das schon besser aus und ich habe die 4×60 Sekunden mit Mühe und Not hinbekommen.
Das war der Startschuss für die 30Kg Hanteln…

…Leute, das fängt irgendwann zum Ende hin an verdammt weh zu tun… !
Bis endlich die Finger von alleine aufgehen und einen erlösen, brennen einem die Unterarme, als hätte Godzilla höchstpersönlich versucht sie abzureißen. SO EINE SCHEISS ÜBUNG !

Hier mal die ersten Einheiten etwas übersichtlicher:

Also insgesamt bereits ein sichtbarer Fortschritt bis hin zur Grenze des derzeitigen Potentials in gerade mal einer Woche. Ab jetzt wird’s zäh… mal sehen wie weit ich in einem Monat komme.
Ich werde die Tabelle weiter pflegen und hier auch einstellen.

Was soll das denn nun für den „Muscle Up“ bringen?

Nicht mehr und nicht weniger, als dass man die eigentlich wichtigen Muskeln, die man für den Muscle up in der Aufwärtsbewegung benötigt, viel souveräner ansprechen und trainieren kann.
Beim Trainieren der Klimmzüge mit möglichst explosiver Kraftentfaltung, werden also endlich mal die Rückenmuskeln und der Bizeps auf den Kopf bekommen, weil mir nicht vorher die Hände/Unterarme schlapp machen. Klingt erst mal logisch.

Ob die Praxis Lust hat der Theorie zu folgen, muss sich noch zeigen.

PS: Als meine Trainerin mich neulich auslachte, als ich Hantel beladen mit schmerzverzerrtem Gesicht durch die Freifläche des Studios wankte und schnaufte und ich ihr japsend entgegen schleuderte, dass ich sie hassen würde, nahm sie die beiden 30Kg Hanteln und hielt sie LOCKER eine Minute in der Hand, während sie mir grinsend und völlig entspannt versicherte, dass das schon sehr anstrengend wäre…
…Ich hasse sie jetzt noch mehr!

PPS: Interessanter Artikel zum Thema, der mehr Backround bietet:

Die Ladung machts – Gewicht bewegen und davon profitieren

Hier gehts zu TEIL 1 :

Finales Ziel: Muscle Up – Teil 1 – Die Bestandsaufnahme

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Ein Kommentar auf “Finales Ziel: Muscle Up – Teil 2 – Im Farmers Walk zum Ziel

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