Jeder Song hat (s)eine Geschichte.

Spiegelblind ist ungefähr 2005 entstanden. Ich war zu dem Zeitpunkt als externer IT Dienstleister beim Axel Springer Verlag eingesetzt. Der Verlag verlängerte den Dienstleistungsvertrag mit meiner Firma nicht und so wurde ich direkt ins Office meiner Firma gerufen und mal eben so, mir nichts dir nichts rausgeworfen. Direkte Freistellung, vielen Dank für die drei Jahrew, war immer toll, aber….
Entsetzt war ich vor allem darüber, wie fragil die vermeintliche Sicherheit ist, in der man sich in der gesellschaftlichen Mitte wähnt. Eben noch unbefristet angestellt, nette Wohnung, tolle Freundin, aufstrebende Branche und zack… Arbeitslos melden und im schlechtesten aller Fälle nach 12 Monaten Harz IV. Das hat man selten in der eigenen Hand, man fühlt sich in solchen Momenten wie ein Tischtennisball bei einem Orkan.
Ich habe eine richtige Wut aufgebaut und aus dieser Wut ist dieser Song entstanden.

Aufgenommen komplett in meinem damaligen Büro. Das Schlagzeug hat mir ein freundlicher Mitmusiker aus meiner damaligen Stammcommunity homerecording.de programmiert. Ich weiß nicht mal mehr seinen Namen 🙁
Alle anderen Instrumente und Stimmen sind von mir.

Der Text soll die Zerissenheit deutlich machen, der man ausgesetzt ist. Einserseits diese Wut, andererseits die Angst, wie es weitergeht und dann auch wieder die Wut über genau diese Angst. Ein elender Kreislauf…

 

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